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13/8/2005

07:01:09

Suedchina Reisebericht

  • Anlass: Vier Wochen durch Chinas Sueden...
  • Wetter: Xi'an 35 C sonnig
  • Zeitraum: 10.08. bis 07.09.

1.Bericht:
Sitze gerade etwas zerknittert in Chengdu in einem ziemlich lausigen Backpacker-In. Es ist jetzt 7h morgens. Vor zwei Stunden sind wie hier nach 17h Zugfahrt aus Xi’an angekommen.  Leider schuettet es wie aus Eimern und draussen herrscht die Sinflut. Eigentlich wollten wir uns jetzt gleich die Pandabaeren von Chengdu ansehen, aber die haben sich wohl eine Erkaelrung zugezogen.
Chengdu City ist gluecklicherweise nicht sehr interessant, so dass wir bei zu viel Regen nichts Wichtiges verpassen. Wir sind hier vor allem um zum Emeishan (heiliger Buddhistischer Berg 3100m) und zum Leshan (groesste Buddhastatue Chinas 75m) zu kommen. Dann gehts weiter mit dem Nachtzug nach Kunming und damit endlich in Yunan Province (Staedte wie Dali, Lijiang, Ruili warten bereits), ganz im Suedwesten Chinas. Dort werden wir voraussichtlich naechsten Donnerstag (18.08.) sein.
Die Reiseroute muesst ihr euch uebrigens so vorstellen:
Von Peking (im Nordosten), ueber Xi’an und Chengdu nach Dali ganz im Suedwesten an der burmesischen Grenze. Dann ueber Guilin und Kanton nach Hongkong. Und von dort wieder zurueck nach Peking. Tibet
wird wohl nicht klappen, aber ich das erzaehle ich naechstes mal wenn ich genau wissen werde.
An letztem Mittwoch abend (10.08.) bin ich mit Freundin von Peking nach Xi’an losgestartet. Dort haben wir eineinhalb Tage verbracht und uns die historische Stadt, die Terrakotta Armee, das Grab des ersten chinesischen Kaisers und die heissen Quellbaeder von Huaqing angesehen. Wir hatten bestes Wetter, so dass man im Nachhinein wohl besser dort noch eine Weile geblieben waere. Aber nichtsdestotrotz bleibe ich optimistisch und hoffe auf besseres Wetter in den naechsten Tagen! Drueckt mir die Daumen. Ich melde mich naechste Woche wieder…

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21/7/2005

21:06:58

Trip nach Qingdao (青岛), ehemals deutsches Territorium an der Ostküste Chinas.

  • Anlass: Ausflug
  • Wetter: Oft neblig, aber auch Sonnenschein
  • Zeitraum: 11.07. - 16.07.
Vom 11.07. bis zum 16.07. haben wir einen Ausflug nach Qingdao unternommen. Von der Uni geplant und zum Teil auch finanziert, wussten Stefan und ich allerdings kaum was genau geplant war. Wir waren die einzigen Deutschen, die sich angemeldet hatten. Wir waren ca. 20 Leute davon ein paar Lehrer und ziemlich viele Japaner. Außerdem noch Kommilitonen aus/von Tonga, Laos, Kambodscha, Jemen, Kapverdischen Inseln, Benin, Burundi, Nigeria, Zentral Afrika. Einige waren schon vom letzten Semester oder vom Sehen bekannt. Ausgesprochen sympathisch und hier nochmals zu erwähnen waren die Laos-Buben.
Ganz besonders war dieser Ausflug, weil doch die ganze Organisation auf Chinesisch war. Fast alle Teilnehmer und Lehrer sprachen kaum englisch, die meisten Mitfahrer waren schon in fortgeschrittenen chinesischen Sprachklassen oder gar in Graduate-Programs. So dass Stefan und ich darauf angewiesen waren möglichst viel zu verstehen und uns auf Chinesisch zu unterhalten, na ja immer schwer gestikulierend (bzw. ZeichenspracheJ).
Als Ziele standen an Qingdao (青岛), Laoshan (崂山), Weihai (威海), Yantai (烟台) und Penglai (蓬莱). Von der Uni sind wir Montagabend mit dem Nachtzug los. Nach 14 Stunden waren wir in Qingdao (Shandong Provinz). Wir waren von dort an immer im Reisebus unterwegs und hatten einen Guide, welcher uns mitunter im Laufschritt durch die Örtlichkeiten zog. Morgens ging es gewöhnlich um 7.30h los, dann ging nach dem Motto, alle Mann raus aus dem Bus, einmal schauen und anschließend wieder rein. Das ging jeden Tag bis abends um 7h. Wir hatten einen full-jamed-schedule! Aber dafür haben wir auch soviel gesehen…
Die Städte allesamt waren natürlich wieder viel größer als erwartet. Die Shandong (山东) Provinz ist mit ca.90 Mio. Einwohnern riesig. Die drei Küstenstädte die wir uns angesehen haben, waren in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts im Besitz ausländischer Streitkräfte. Vor allem D, GB und Japan haben diese Städte geprägt. Die ausschließlich positiven Auswirkungen sind heute noch erkennbar, weil viel für Infrastruktur, Wirtschaft und Bildung von den Besetzern getan wurde. In Qingdao wird das Bier übrigens nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Gerade hier, ehemals deutsches Territorium, erinnert auch die Architektur an den Westen. (Die Bilder im Photoalbum verraten mehr!)
Am ersten Tag haben wir eine Citytour durch Qingdao unternommen. Hafenrundfahrt, Parks, Promenaden, Tempel... Das Wetter war leider nicht so toll. Es war unendlich heiß, aber ziemlich neblig und dunstig, so dass von Sonnenschein nicht viel zu sehen war. Qingdao ist hauptsächlich im Süden an den Strandpromenaden und im Zentrum der Stadt interessant. Im Westen befindet sich das Hafen-, im Norden das Industriegebiet.
Am nächsten Tag sind wir auf den Laoshan, einen heiligen Berg bei Qingdao und dann weiter nach Weihai. Dort abends angekommen, war nicht mehr viel zu unternehmen, außer noch etwas baden zu gehen und dann gemütlich am Strand zu sitzen. Mittwoch sind wir auf die Insel Liu Gongdao (刘公岛), die ca. 5km von der Küste im Weihai Golf liegt. Besonders wichtig als strategische Position im 2. Weltkrieg für China und Japan.
In Penglai hat uns wohl einer der schönsten Strände Chinas erwartet, da wir aber auch erst in der Abenddämmerung dort eintrafen blieb nur Zeit ein bisschen am Strand zu sitzen… Auch am nächsten Tag haben wir es nicht ins Wasser geschafft. Wir haben uns noch ein sehr seltsames Unternehmen angesehen, das Fischsüßigkeiten und Magenschleimhautauflösende Tabletten verkauft hat(???). Ehrlich gesagt, kam ich mir manchmal vor wie auf mittelmäßigen Kaffeefahrt, von einem Touribusparkplatz zum nächsten. Aber da kann man wohl nichts machen, wenn man mit einem Touriguide unterwegs ist. Dafür liefen wir aber auch nicht Gefahr etwas Wichtiges zu verpassen.
In Yantai war am Freitagabend wieder Abfahrt zurück nach Beijing. Dort haben wir uns noch einen schönen Nachmittag am (leider viel zu überfüllten) Beach gemacht und sind nach dem Abendessen zum Bahnhof. Am Ende kann ich sagen, dass es ein wirklich super Ausflug war. Vor allem mit so vielen unterschiedlichen Personen von überall. Und so vielen neuen E-Mail Adressen. Es war zudem sehr günstig bzw. gesponsert und man musste sich nicht selber um die Organisation kümmern. Das heißt keine Suche nach Zugverbindungen, keine Zimmerpreisverhandlungen, -reservierungen, keine ständig Suche nach Orten für die Gepäckdeposition. Die Hotelzimmer waren immer vollkommen in Ordnung und mit dem Bus konnte man bequem von Spot zu Spot traveln.
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07/7/2005

19:19:35

Klausuren geschafft

  • Anlass: Halbzeit
  • Wetter: ZZ unglaublich heiß 35°C-40°C
  • Zeitraum: 4 Monate bereits vorbei
Nachdem nun endlich alle Klausuren geschafft sind, habe ich jetzt jede Menge Freizeit. Seit letzter Woche habe ich zwei ganz nette Sprachpartner. Kenny und Alice sind ihre englischen Namen, beide sind Chinesen. Aber sprechen wieder einmal viel zu gut englisch. Mein Roomy genauso, zumindest besser als ich chinesisch. So viele Chinesen wollen ihre englischen Sprachkenntnisse verbessern. Die reden mit Ausländern dann einfach nicht chinesisch. Man bräuchte wirklich jemanden, der gar kein englisch spricht. Aber ich glaube, diese Sprache werde ich so oder so niemals beherrschen.
Ansonsten müssen noch ziemlich viele Reisevokabeln gelernt werden und Reiseguids gibt es ebenfalls einige zum durchwälzen. Mein Visum ist seit heute endlich ausreichend verlängert und um einen Reentry erweitert. Ich warte also nur noch auf die Abfahr.
Ich wollte ja möglichst viel reisen. Einen weiteren Trip gab es ja bereits in die Innere Mongolei. Am Montag (11.07.) steht ein einwöchiger Trip nach Qingdao an. Das ist ehemaliges deutsches Territorium. Soweit ich das gelesen habe, gibt es dort einen klasse Strand und von dort kommt das Bier, welches nach deutschem Reinheits-Gebot gebraut ist. Mal sehen ist ein Universitäts-Ausflug. Das Journal hierzu gibt es dann in 2 Wochen.Danach werde ich auch wieder umziehen müssen. Obwohl ich Nori, meinen japanischen Mitbewohner, sehr gern gewonnen habe, muss ich die Wohnheimbude kündigen. Ab September darf ich hier leider nicht mehr die horrenden Studentenpreise von 6€/Nacht bezahlen, sondern müsste den unbezahlbaren Gästepreis von 30€/Nacht aufwenden. Da ist doch eine Nacht im Kempinski (*****) günstiger, oder? Da hat Daniel recht, wenn er sagt, manchmal wollen die Chinesen nur das Beste von uns, ähh für uns, na ja!
Ich wohne dann 2 Wochen bei einem Kommilitonen, dann kommt meine Freundin und wir werden erstmal traveln. Eine mögliche Reiseroute könnte folgende sein: Tibet, Chengdu und Umgebung, dann an der Burmesischen Grenze entlang dann über Kunming, Guilin, Guangdong (Kanton) nach Hong Kong/ Macao, abschließend vielleicht Hainan. Wir haben aber nur fünf Wochen, die Zeit ist jedoch viel zu kurz, so dass eigentlich noch nichts Konkretes entschieden ist. Nach Tibet zu kommen ist zudem besonders problematisch. Alles ist natürlich auch eine Kostenfrage. Außerdem herrschen im Süden zZ starke Regenfälle, da dies subtropisches Gefilde und Juli/August Regenzeit ist. Die Planung bleibt in China sowieso stets spontan, weil Reisetickets immer nur am jeweiligen Abfahrtsort gekauft werden können. Was im September passieren wird, wo ich wohnen werde, steht jetzt noch nicht fest. Es bleiben mir dann zumindest nur noch 6 Wochen in China…
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05/7/2005

18:44:33

Die Innere Mongolei

  • Anlass: Travelling
  • Wetter: Bestes Reisewetter
  • Zeitraum: Anfang Juli
Die ersten Tage im Juli habe ich mit ein paar Kommilitonen (Tatiana, Ferdinand, Max) einen Trip in die Innere Mongolei unternommen. Sowie nach den Zwischenklausuren, so sind wir auch diesmal wieder direkt nach den Klausuren in den Zug. Das hieß Nachtzug nach Huhehaote (呼和浩特) – 11h. War natürlich kein Problem, wir sind erstens alle schon routiniert im Zugfahren und zweitens waren wir total übermüdet, wegen der Klausuren der Vortage.
Von Huhehaote City ging es dann nochmals 3h per Minibus in das Mongolische Grasland (草原). Nachdem wir in unserem Camp angekommen waren, gab es gleich Mittagessen. Gebratenes Lammfleisch. Ganz ganz lecker natürlich. Die Küche hat sich aber übrigens nicht wesentlich von der Beijing Küche unterschieden, wie wir fanden.
Nach einer kurzen Siesta, hieß es Pferde satteln und reiten. Fast vier Stunden durch die Mongolische Steppe. Das waren natürlich fantastische Eindrücke die Ihr euch am besten auf den Photos mal ansehen solltet. Kann man so einfach kaum beschreiben. Auch das Wetter war größtenteils auf unserer Seite, so dass ich neben Schmerzen im Gesäß (saß erst einmal im Leben auf einem Pferd) sogar einen leichten Sonnenbrand hatte.Den Sonnenuntergang haben wir leider wegen Registrierungskomplikationen verpasst. An dieser Stelle nochmals Kritik an die Reiseleitung. Wir sollten dann aber am nächsten mit dem Aufgang entschädigt werden. Zumindest Ferdinand und ich haben es um 4h früh aus dem Yurt geschafft. War natürlich sehr schön. Am Vorabend stand übrigens noch etwas auf dem Programm. Mongolischer Tanz und Lagerfeuer. Irgendwie haben aber die Koreaner die Überhand über die Karaokeanlage bekommen, so dass sich das alles etwas hinausgezögert hat. Dazu nur so viel: So gut kann ich aber auch noch singen…
Eine kurze Nachtwanderung haben wir auch gemacht. Etwas Bange wegen der Wölfe haben wir es aber nicht weit weg vom Camp geschafft. Allerdings fast keine Lichtquellen, keine Wolken und Neumond, haben uns wohl die sternenreichste Nacht beschert, die man sich nur so vorstellen kann – ich sag nur Milchstraße von einem bis zum anderen Ende des Horizonts.
Am nächsten Tag sind wir nach Baotou (包头) gefahren. Das liegt noch etwas weiter im Landesinneren, 60 km südlich davon beginnt die Wüste Gobi (沙漠). Genau an diesen Wüstenabschnitt sollten wir kommen. Wieder keine Wolken, highnoon angekommen, haben wir uns erst mal in was Langärmeliges gepackt. Wir hatten annähernd 40°C. Dieser Abschnitt war zugegeben schon sehr touristisch ausgerichtet. Ein riesiger Abenteuerspielplatz. Zuerst sind wir auf den Kamelen geritten, die natürlich deutlich größer waren als die mongolischen Pferde. Aahh! Trotzdem hatte niemand Angst. Was es dort so alles gab, Quadts und Trucks zum Heizen, Schlitten zum Rodeln, Gummikugeln zum Reinsetzen und so weiter. Wir haben natürlich alles mitgemacht. Manche Dünen waren übrigens bis zu neunzig Meter hoch. Grund genug um Anlauf zu nehmen und runter zu purzeln. Wir sahen sozusagen „wüst“ aus am Ende, aber hat niemand gestört, wir konnten sowieso die ganze Zeit nicht duschen. Weiß jetzt nicht, ob das dafür oder dagegen spricht. Am Abend ging es leider schon wieder zurück, erst nach Huhehaote zum Abendessen und dann gleich weiter mit dem Nachtzug nach Beijing.
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11/6/2005

16:49:09

Daniel zu Besuch!

  • Anlass: Besuch
  • Wetter: Die ersten Tage unglaublich gut
  • Zeitraum: 2.-8.Juni
Letzte Woche (ab 2.Juni) kam mich Daniel, ein alter Schulkollege aus Friedberg besuchen. Der hatte gerade in Singapur ein Praktikum absolviert und war daher in der „Nähe“. Wirklich nahe liegt Singapur natürlich nicht an Beijing, denn der Flug dauert, wie von Deutschland aus,  8h und kostet auch 500€. Leider ist Daniel nur eine Woche geblieben. War natürlich viel zu kurz um Beijing kennen zu lernen.
<>Am Donnerstagmorgen habe ich ihn am Bahnhof abgeholt. Da er schon um 7h kam und ich erst um 10h Uni hatte, haben wir das schöne Wetter gleich mal für eine kleine Runde durch die Verbotene Stadt über den 天安门 (Tian´anmen Square) zur 王府井大街 (Wangfujing Dajie) genutzt. Also besser kann man gar nicht empfangen werden, oder!?. Danach hatte ich Unterricht, allerdings ging es mittags erstmal in den 潮阳公园 (Chaoyang Park) zum Relaxen und bisschen Federball spielen. Basti, Paul und Cristine waren wie immer auch dabei. Abends sind wir dann mal ins Nachtleben eingetaucht - Club Taku - mein Mitbewohner, mindestens genauso an Beijings Nachtleben interessiert wie ich, war natürlich auch mit.
Etwas geschlaucht vom Vorabend und der frühen Abholerei vom Bahnhof, konnte ich aber nicht sehr lange durchhalten. Am Freitag in erster Linie mit der Regeneration beschäftigt, haben wir nach der Uni die Planung für die nächsten Tage gemacht. Am Samstag sind wir gleich morgens um 6h zur Großen Mauer. Ich selber auch noch nicht dort gewesen, haben wir uns einen super Tipp von Ferdinand geben lassen: 四玛泰 (Simatai) Etwas weiter entfernt von Beijing (ca.4 Bus Stunden), aber ein Stück der Mauer, welches nicht restauriert wurde. Somit ist es noch im originären Zustand, zudem nicht touristisch überlaufen wie z.B. 八达岭 (Badaling). [Alle Photos sind natürlich im Photocenter].
Am Sonntag hatten wir einen kleinen Brunch geplant. Location: Kempinsky Hotel Beijing. Für einen kleinen chinesischen Monatslohn haben wir uns 5 Stunden lang die Bäuche voll geschlagen. War zugegeben ziemlich dekadent, aber allmählich schmeckt der Reis einfach nicht mehr so gut. Ein europäisches Frühstück hatte ich im Übrigen vor dreieinhalb Monaten zuletzt zu Hause gehabt, somit hat uns nicht mal das schlechte Gewissen überkommen. Relativ Bewegungsunfähig zudem regnerisches Wetter, mussten wir alles Weitere an diesem Tag etwas langsamer angehen lassen. Am Montag haben wir erst eine Bootsfahrt im 北海公园 (Beihai Park) gemacht, um dann anschließend über den 景山公园 (Kohlehügel) in die Verboten Stadt zu gehen. Am Dienstag stand zuletzt noch der 夏天园 (Summerpalace) auf dem Programm. Leider war das Wetter nicht das Beste, aber wir sind trotzdem hin. War echt toll. An diesem Abend haben wir Daniel auch schon verabschieden müssen. Es gab noch ein richtig leckeres chinesisches Abendessen und anschließend noch eine ganz kleine „Wir - binden - uns - Klopapier - um - die - Stirn - und - schreiben - uns - gegenseitig - lustige - chinesische - Zeichen - drauf - Feierei“.
Alles war echt ein riesiger Spaß und eine tolle Woche in Beijing, die man einfach nicht vergisst. Insbesondere von einem alten Kumpel, den man nicht mehr jeden Tag sieht. Ich hoffe, dies ist auch ein Anreiz für die Kollegen daheim endlich mal einen Flug zu buchen…
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27/5/2005

21:02:07

Hier ist mein Shanghai Journal. Macht am besten parellel dazu ein weiteres Fenster auf und seht euch die Photos im Photocenter an!

  • Anlass: Trip to Shanghai
  • Wetter: sosojaja
  • Zeitraum: 28.04. bis 09.05.
Nachdem ich am Donnerstag nachmittag (28.05.) meine letzte Klausur geschrieben habe, wurden schnell noch zwei Hosen und drei T-Shirts in meinen Rucksack gesteckt und dann ging es los zum Abfahrtstreffpunkt: Vor dem Austauschstudentengebäude (留学生楼) und dann gemeinsam zum Beijing Hauptbahnhof (北京火车总站). Abfahrt war um 19.30h, d.h. 14h Zugfahrt nach Shanghai (上海) bis 9.30h morgens. Wir hatten ein offenes sechser Schlafabteil. Da wir fünf waren, blieb noch ein Platz frei, wir hatten Glück und noch eine ganz nette Omi bei uns. Etwas beunruhigt schien nur Ferdinand gewesen zu sein, denn er schlief direkt neben ihrem Gebiss, was in einem leckenden Pappbecher eingelegt kurz vor austrocknen war.
<>Das Shanghai-Trip-Team bestand übrigens aus:
Helen aus Frankreich, die allerdings Asiatin ist, da Papa aus Kambodscha und Mama aus Burma kommen. Tatiana aus Mexiko. Unserem Koreaner Danny haben wir nahezu die komplette Organisation zu verdanken. Als einziger von uns ist er in einer fortgeschrittenen Klasse, so dass sein chinesisch schon recht passabel ist. Ferdinand aus Konstanz hat uns nur den ersten Tag begleitet, da er geplanterweise seine Freundin in Shanghai abgeholt hat, um weiter nach Guilin (桂林) zu fahren.
An unserem ersten Tag dort haben wir uns zuerst den Business District Pudong (浦东) mit Pearl Tower und Jin Mao Tower angesehen. Der Pearl Tower ist der wohl futuristischste Fernsehturm der Erde, im Jin Mao Tower befindet sich das Grand Hayett, welches das höchste Hotel der Welt ist. Danach zum einkaufen auf die Nanjing Lu (南京路) - die größte Shoppingmeile der Stadt. Da wir bis dahin noch immer nicht im Apartment waren, haben wir um 18h erstmal Ferdinand verabschiedet und uns dann dort wieder frisch gemacht. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Amir, bei dem wir vier Tage für umme wohnen konnten. Am Abend wollten wir mal sehen was das Nightlife hergibt. War leider ziemlich ernüchternd, obwohl wir doch drei verschiedene Kneipenviertel abgeklappert haben, war nichts Anständiges zu finden. Vielleicht fehlten uns einfach die Insider-Infos, dabei hatten wir extra Ruth gefragt, die doch in Shanghai studiert, als sie uns den Wohnungsschlüssel gab. Also alle Bemühungen umsonst. Am Samstag haben wir den Jadebuddha Tempel und Old Town besichtigt. Im Anschluss zum Fake Market, für den Shanghai auch ziemlich bekannt ist. Da wurde dann gefeilscht ohne Ende. Wobei es den Westernern schwer gemacht wird, selbst nach hartnäckigem stundenlangem Handeln, konnte Danny, den ich dann zur Hilfe holte nochmals den Preis drücken. Viele haben ihn aber auch für einen Chinesen gehalten. An diesem Abend war dann nicht mehr soviel los, da wir am nächsten morgen um 5h einen Zug nach Suzhou (苏州) bekommen wollten. Leider regnete es an diesem meinem 1.Mai von früh bis spät. Wir sahen uns trotzdem eine Tempelanlage, eine riesige chinesische Gartenanlage () und die schiefe Pagode von Suzhou an. Abends ging es wieder zurück nach Shanghai. Bevor wir am nächsten Tag mittags weiter nach Hangzhou (杭州) gefahren sind, habe ich noch eine kleine Runde mit dem Transrapid gedreht. Ich sage nur: Wie im Flugzeug nur näher über dem Boden.
Bis wir in Hangzhou eine Übernachtungsmöglichkeit hatten, war es bereits dunkel. Hangzhou war total überlaufen. Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass in dieser Woche die Maifeiertage in China waren. D.h. das ganze Land hat eine Woche Urlaub, dabei waren ca. 400 Mio Chinesen auf den Beinen. Und ich sage euch, die waren bestimmt fast alle in Hangzhou!!! und die, die nicht dort waren, waren in Suzhou. Es war unvorstellbar, an allen Bahnhöfen herrschte Belagerungszustand. Vor allem in Hangzhou und Suzhou waren alle Sehenswürdigkeiten völlig überlaufen. Aber nichts desto trotz blieben wir zwei Tage und haben uns u.a. den Hangzhou [totally overcrowded] Lake (杭州湖) inklusive Bootstour, eine ganz tolle chinesische Souvenirstraße und den 500 Buddha-Park angesehen.
Nächste Station war Wuxi (无锡). Ankunft später als geplant 05.05. nachmittags, so dass nur noch Zeit blieb für einen Garten an diesem Tag. Abends hatten ein leckeres und sehr umfangreiches Hot Pot (火锅) Dinner allá Sichuan (四川) Art. Da uns Wuxi doch ausgesprochen gut gefiel und sowieso noch eines seiner wichtigsten Highlights fehlte, die Openair Filmstudios, haben wir noch um eine weitere Nacht verlängert. Die Filmstudios lagen am Stadtrand auf einer Halbinsel, da Wuxi sehr nahe an einem gigantisch großen Seengebiet liegt, war die ganze Stadt von Wassergräben, Flüssen und Seen durchzogen bzw. umgeben. Die Filmstudios und in der Nähe ein scheinbar unendlich großer Naturgarten waren echt klasse. Außerdem schienen auch die ganzen Chinesen in Hangzhou geblieben zu sein. In Wuxi war verhältnismäßig wenig los. Anschließend hatten ein ganz leckeres Abendessen leider etwas zu viele Schnecken, Danny hat es sich aber meistens gut mit uns gestellt und außer einmal Kuhmagen echt sehr bekömmliche Gerichte bestellt. Da waren doch die Lammschniedel ekelhafter [hier ja eine Delikatesse!], die ich kürzlich versehentlich bestellt habe. Abschließend sind wir noch in einen Nightclub, wo ich feststellte, dass die Deutschen von allen doch am liebsten feiern.
Die letzten eineinhalb Tage haben wir in der ehemaligen Hauptstadt Nanjing () verbracht. Leider NICHT MEHR viel Zeit zur Verfügung, sauberer Wäsche im Gepäck und viel Restenergie wurden nur noch das Mausoleum von Dr. Sun Jatsen und das Japanese Aggressor Memorial von uns besichtigt. Danach zurück nach Shanghai und von dort aus mit dem Nachtzug wieder zurück nach Beijing. Am Montagmorgen bereits zu spät zur ersten Stunde an der Uni angekommen, war meine chinesisch Lehrerin doch sehr überrascht, dass ich mit samt Gepäck, etwas zersaust und muffelig direkt in die Klasse kam. Dabei hatte ich doch nur keinen Zimmerschlüssel, sonst wäre ich doch gleich aufs Zimmer pennen gegangen.
Abschluss Statement: Wirklich wahnsinnig lustiger Trip und eine echt tolle Zeit! Um es total empathisch in Tatianas Worte zu fassen really really good!!! Immer wieder gerne, eine Fortsetzung steht zur Debatte…
Die Städte zuerst:
1. Shanghai war irgendwie anders als ich dachte, ich weiß auch nicht so recht. Ich dachte pulsierend, überfüllt, westlich, teuer, stimmte auch alles, aber irgendwie?.?. Beijing bleibt eben Nummer 1. Alternativ hätte ich ja auch in Shanghai studieren können, bin froh, dass ich mich für Beijing entschieden habe. Ist vielleicht so wie Basti sagt, der ja schon öfter Shanghaier getroffen hat. Kommst aus Shanghai ist’s auch Shanghai, das gleiche gilt für Beijing (中国的首都).
2. Suzhou mit dem Ruf als schönste Stadt Chinas. Diesem Ruf kann man wohl in einem regnerischen Tagesausflug nicht gerecht werden. Kein weiterer Kommentar jetzt an dieser Stelle.
3. Hangzhou: Wetter besser, aber auch total überfüllt. Allerdings eine sehr schöne und saubere Stadt. Wir haben dort auch ein paar ganz nette Chinesen kennen gelernt. Den anderen gefiel Hangzhou neben Wuxi am besten.
4. Die schönste Stadt für mich war an erster Stelle Wuxi. Ganz tolle Parkanlagen, sehr wenige Touristen. Die Filmstudios waren einfach klasse, hatten auch ein super zentrale Unterkunft. Zu Suzhou, Hangzhou und Wuxi will ich noch sagen, dass man doch anfangs immer wieder von ihrer Größe erstaunt war. Obwohl man ja eigentlich so langsam den Größenwahn der chinesischen Regierung gewöhnt sein müsste. Gerade in der Jiangsu (江苏) Provinz herrscht bekanntlich die höchste Bevölkerungsdichte. Es waren demnach Städte mit 5Mio – 8Mio Einwohnern, die neben Shanghai einfach international in der Versenkung verschwinden. Was ich mir im Übrigen auch nicht gedacht hätte, wir haben höchstens ein halbes dutzend Westerner gesehen -ausgenommen natürlich Shanghai.
Zu Nanjing kann ich abschließend kein klares Statement geben. Die Stadt mit 11Mio Einwohnern haben wir zu kurz erlebt und ist einfach zu riesig, kulturell aber sehr vielseitig und interessant.
Jetzt zu uns: Trotz vier wirklich total verschiedener Persönlichkeiten hatten wir keinen Streit, keine Ärger mit irgendjemanden, alle Sehenswürdigkeiten immer gefunden, sowieso nichts interessantes vergessen, uns ganz selten mal verirrt, nichts verloren (Na ja – einmal kurz Tatiana), nicht zuviel Geld ausgegeben, die meiste Zeit des Tages herumgealbert, eine genauso spontane wie perfekte, aber dafür 100%ige flexible Planung gehabt, tausend neue Eindrücke gewonnen und mindestens so viele nette Chinesen kennen gelernt.
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20/4/2005

15:22:18

Wei,

  • Anlass: Das passierte...
  • Wetter: Mal warm, mal wieder kalt. Windig
  • Zeitraum: 7 Wochen, kommt mir wie die Hälfte vor!
Ich komme gerade von einer Exkursion zur größten Brauerei Asiens zurück. Das war ein Spaß. Alle Elementary Chinese Classes waren dabei, drei Busse voll. Um acht Uhr morgens ging es los. Viel zu früh, da die meisten nichts gefrühstückt hatten, was sich später als Fehler herausstellen sollte. Es war ein riesiges Areal, dutzende von Türmen und Hallen. Zuerst wurde uns ein Film vorgeführt. Wenn die Chinesen was richtig machen, dann scheinen sie auch sehr stolz darauf zu sein. Das kann die Werbung hier eindrucksvoll widerspiegeln, wie man sehen konnte. Danach schloss sich eine Führung durch die wichtigsten Abschnitte der Brauerei an. Dann zur Kostprobe, die natürlich einer der essentiellen Bestandteile einer solchen Besichtigung ist. Testurteil für das Yanjing Pijiu: für chinesische Verhältnisse ganz gut, vielleicht etwas zu süffig. Obwohl China als größter Bierproduzent der Welt selbst die USA letztes Jahr eingeholt hat, ist das Bier sehr weit entfernt von den Besten der Welt (Diese sind natürlich in Deutschland vorzufinden). Die Masse macht´s eben nicht immer. Wobei auch hier in China ein Bier nach deutschem Reinheitsgebot gebraut wird – Tsingdao Pijiu. Die Stadt Qingdao, ehemals deutsches Territorium ist heute weltberühmt für das Brauen diesen Biers. Tsingdao Pijiu Beer ist also noch mal besser als Yanjing Pijiu.
Gestern waren wir bei einer Fernsehproduktion im Publikum dabei. Es war ziemlich lustig, mal hinter die Kulissen des chinesischen Fernsehens zu schauen. Es handelte sich um eine Talkrunde. Eingeladen waren 4 Geschäftsleute, vorgestellt wurden Mikrowellen, Klimaanlagen, Busse, Bildungssysteme!?. Leider konnte man kaum etwas verstehen, war ja alles in Chinesisch. Aber zum Lachen und Klatschen wurden wir aufgefordert. Am Ende konnte man sagen, dass die Fernsehproduktionen wohl ziemlich ähnlich wie bei uns ablaufen. Am 28. April ist diese Show auf Channel cctv2 auf Sendung.
Am gleichen Tag haben wir einen Trip nach Shanghai und die Provinz Jiangsu geplant. Wir - das sind: Ferdinand, der seine Freundin in Shanghai abholt, um dann weiter nach Guilin zu fahren. Danny, er ist Koreaner und hat die Planung schon fest im Griff. Tatjana aus Mexiko, sie will auch so viel wie möglich von den umliegenden Städten (Suzhou, Yangzhou, Xiaoshan, Wuxi) sehen. Helen, eine Französin und Freundin von Tatjana. Und ein japanisches Pärchen, das allerdings nur die ersten Tage mit uns verbringt, um dann noch Freunde aus Japan zu treffen. Wir fahren über Nacht mit dem Zug, 1450km, 12h und 30€. Ein Kommilitone aus Nürnberg, der an der Tongji Daxue studiert, ist zu dieser Zeit auch im Urlaub, so dass wir schon mal eine klasse Unterkunft for free haben. Im Gegenzug kommt er einfach hier nach Beijing, wenn ich auf Reisen sein werde. Wir haben sind zehn Tage eingeplant, mehr geben die Ferien nicht her. Die Zugtickets sind zu 99% sicher (damit sollte man hier sehr zufrieden sein). Unterkunft in Amirs Bude ist prima. Auch die Reiseroute ist in groben Zügen aufgestellt: Die ersten vier Tage bleiben wir in Shanghai, dann in einer Rundreise weiter nach Hangzhou, Huang Shan (Yellow Mountain), Hefei, Nanjing. Auf dem Rückweg nach Beijing vielleicht über Qingdao. Die Bilder werden sicherlich klasse.
Vorher sind leider noch die Midterms. Das sind meine Klausuren von den chinesischen Sprachkursen. Montag, den 25.04. geht’s los mit Yufa (Grammar). Am Donnerstagnachmittag steht die letzte Klausur an, dann gleich zum Bahnhof und nach Shanghai…
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05/4/2005

20:06:26

Bin jetzt schon über fünf Wochen hier...

  • Anlass: Hallo!!!
  • Wetter: Schön warm/schwül
  • Zeitraum: zwei Wochen sinds schon wieder her
Wird mal wieder Zeit meine Site zu pflegen, da ich schon lange nichts mehr hören lassen habe. Allerdings ist auch nicht allzu viel los.
Vor zwei Wochen hatten wir Besuch von unserem WiSo Dekan Prof. Voigt. Ihm haben wir auch unseren Aufenthalt hier zu verdanken. Um die Beziehung zwischen der Uni Erlangen-Nürnberg und der Jingmaodaxue (UIBE) zu festigen und zu vertiefen kam Prof. Voigt nach China. Dabei hat er sich auch die Zeit genommen, um seine Austauschlinge in Shanghai und Beijing zu besuchen. Das war ein lustiger Nachmittag mit einer anschließenden Einladung zum Dinner von Prof. Voigt. Er hat uns auch verraten, dass noch weiterer Besuch zu erwarten ist: Eine Exkursion von Prof. Holtbrügge samt Kurs im April. Sowie ein Besuch von Prof. Grüske, dem Direktor der Uni Erlangen-Nürnberg, seinerseits ein großer Asienfan, wie man hört. Also da hat man doch immer was zu erzählen...
Letzten Freitag haben wir offiziell den Frühling eingeläutet. Das Wetter war gut, unser Entschluß: Auf zum deutschen Metzger, um Steaks, Würstchen und Schachlikspieße zu besorgen. Dann ging es auf Pauls Terrasse, wo der Grill schon wartete. Das war echt lecker und eine höchst willkommene Abwechslung. Leider hat uns am Abend der Regen unter die Veranda vertrieben. Unglaublich! Das letzte mal soll es vor drei Monaten geregnet haben. Naja, das war Freitag abend, da kann man sich schon mal vom kommenden Wochenende vertrösten lassen. Am Samstag sind wir in eine ganz nette Disco namens Vics. Diesmal haben wir es so gemacht wie die Chinesen, d.h. direkt einen Tisch mit allem!!! Zubehör reserviert. Da wir etwa 15 Leute waren, war es wie so oft günstig. Da haben wir echt mal einen losgelassen.
Heute war ich Paintball schießen, hat echt Laune gemacht. Das funktioniert so, zwei protektierte Teams a 5-10 Leute auf einem Feld mit Bunkern, Bäumen etc beschießen sich gegenseitig mit Farbpatronen. Getroffene, müssen raus. Der/die Letzte/n ist/sind Gewinner. Verletzungen gab es nur kleinere - ich blieb verschont. Die Fotos sind natürlich alle im Album.
Unglücklicherweise ist mein Ausflug nach Shanghai im Mai ist leider geplatzt. Daniel und Thomas, die gerade in Singapore Praktikum machen, haben aus Kostengründen absagen müssen. Verabredet war ein Treffen dort für ein paar Tage, mit anschließender "StadtaufdenKopfstellerei". In dieser Woche ist es aber auch besonders teuer, weil halb Asien Ferien hat und auf den Beinen ist. Mal sehen was ich jetzt mache, vielleicht fahre ich mit Freunden nach Guiyin. Eine Wanderung mit Zelten auf der großen Mauer ist alternativ auch möglich.Vielleicht bin ich auch froh, wenn ich garnichts zu tun habe. In drei Wochen finden schon die Midtermexams statt, bis dahin haben wir bestimmt nicht mehr ganz so viel Spaß. Zum Glück bleibt mir genügend Zeit zum Reisen ab August, wenn ich keine Uni mehr habe.
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15/3/2005

23:17:34

Der Alltag kehrt ein...

  • Anlass: Alle Vorlesungen haben begonnen
  • Wetter: In der Mittagspause zumindest immer schön
  • Zeitraum: seit dem 13.03.
Nachdem die erste Woche noch genügend Freiraum zum Sightseeing lies und auch in der zweiten Woche (nur vormittags Unterricht) noch ausreichend Zeit blieb, wird es jetzt ungemütlicher. Genauer gesagt sieht mein Tagesablauf so aus, dass ich von 8h bis 12h chinesische Sprachkurse habe. Dann folgen drei Stunden Mittagspause und im Anschluß von 15h bis 18h finden die Business Kurse statt. Ist wohl tatsächlich so, als hätte ich in China mehr Uni als in Nürni. Das Highlight: Es gibt täglich Hausaufgaben, weiß nicht wie lang es schon her ist, als ich das letzte mal welche aufbekommen habe. Damit wird das Leben bestimmt viel langweiliger, aber in drei Tagen ist schon Wochenende!
Das waren meine ersten 2 Wochen in aller Kürze, passiert ist natürlich noch einiges mehr. Jetzt veröffenliche ich jedoch erst mal die Website. Viel Spaß und bitte sagt mir mal wie sie ausschaut, ich kann mir die Site leider nicht selbst ansehen, da viele US Seiten hier in China geblockt werden, so auch meine Homepage.

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14/3/2005

16:28:41

In den ersten zwei Wochen war schon richtig viel zu sehen...

  • Anlass: Die beiden ersten Wochen sind vorbei
  • Wetter: Wärmer wirds
  • Zeitraum: 1.3. bis 13.3.
Hallo, da meine Website jetzt erst allmählich fertig wird, habe ich Einiges nachzuholen. In den ersten zwei Wochen blieb ausreichend Zeit, um die ersten Eindrücke zu sammeln. In meiner ersten Woche stand außer Immatrikulation und Replacement Test zur Einteilung der Chinese Courses nichts universitäres an. Außerdem habe ich am zweiten Tag auch Stefan und Benjamin getroffen, nachdem alle meldepflichtigen Angelegenheiten bei der Polizei geklärt waren, haben wir beschlossen zusammen mit Ferdinand (Politikwissenschaftler aus Konstanz) die Stadt auf eigene Faust und ohne fremde Hilfe zu erkunden. Also  auf zum Tiananmen Platz (Bild auf meiner Mainpage) und in die verbotene Stadt, hier lebten früher die Kaiser mit Familie und Hofbeamten, dem "einfachen Volk" blieb der Zugang verwehrt. Wir haben alles gesehen und photografiert glaube ich, denn es hat den ganzen Tag gedauert und wir hatten 450 Bilder als stolzes Ergebnis (Siehe photocenter, leider habe ich eine itbegrenzten Platz von nur 50 Bildern). Die verbotene Stadt war glaube ich schon ein riesen Highlight, aber das erkläre ich euch besser alles genauer, wenn ihr mich besuchen kommt.
Am nächsten Tag startete ein weiterer Trip durch die Hutongs und die Wangfujing Business Street. Das ist wohl der deutlichste Beweis, dass bei einem immensen Wachstum der ärmste und gleichzeitig größte Teil der Bevölkerung vernachlässigt wird. Somit versteht sich, weshalb die UNO China als Entwicklungsland kategorisiert (Obwohl das Land die sechst größte Wirtschaftsmacht der Welt darstellt). Die Hutongs gehören zum historischen Zentrum der Stadt, werden aber zum Großteil zur Verschönerung des Stadtbildes bis zu den Olympischen Spielen 2008 abgerissen. Die Hutongs sind verwinkelte Gassen mit einstöckigen Hofhäusern, in denen zu Kaisers Zeiten das „einfache Volk“ lebte. Heute steht ein Teil der Hutongs unter Denkmalschutz. Die renovierten Häuser und die alte Struktur mit den vielen, kleinen Geschäften und Cafés, sind bei Bewohnern und Besuchern zunehmend beliebt.
In der schimmernden Einkaufs- und Geschäftsstrasse Wangfujing könnte man versehentlich vergessen in China zu sein, Architektur und Produkte erinnern an die typischen westlichen Metropolen.
Zur Zeit sieht die Stadt noch aus als wäre sie gerade erst aus ihrem Winterschlaf erwacht, alles ist ziemlich trist und farblos. Die Temperaturen sind zwar etwas wärmer als in Deutschland, aber nur in der Sonne. Außerdem ist es recht stürmisch, was man auch nachts durch die Fensterritzen zu hören bekommt. In den nächsten Wochen soll es wärmer werden, dann kommen die Sandstürme und der Smog wird schlimmer. Ein Cityguide schrieb, Luft im Sommer wie 40 Zigaretten am Tag. Das kann ich allerdings kaum glauben.
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13/3/2005

22:08:30

Hallo, mein erstes Lebenszeichen!

  • Anlass: Website halbwegs fertig
  • Wetter: So kalt wie in Deutschland
  • Zeitraum: Die ersten beiden Wochen sind um
Ich bin nun seit 2 Wochen in Beijing, anfangs war es natürlich das absolute Chaos. Begonnen hat das gleich bei der Einreise:
Bereits im Vorfeld war klar, dass Stefan und Benjamin zur gleichen Zeit am Flughafen Beijing landen werden. (Das sind 2 von insgesamt 4 Austauschstudenten aus Nürnberg - es fehlt Max. Zu ihm später...) Also haben wir einen Treffpunkt beschlossen, dennoch haben wir uns irgendwie verfehlt. Obwohl wir mit nur fünf Minuten Zeitunterschied gelandet sind (gleiches Gate) und sogar unser Gepäck auf dem gleichen Rollband kam.
Nach einer Stunde vergeblichen Wartens beschloss ich zur Uni zu fahren. Das Einzige was ich wusste: Benutze kein illegales Taxi. Es hat auch funktioniert und der Taxifahrer war bestimmt auch ganz nett, leider versteht man kaum ein Wort, natürlich spricht auch niemand englisch, nirgends nicht mal in den Banken oder der Uni.
In der University of int. Business and Economics (UIBE) angekommen, musste ich mich erst mal zum "liuxueshenglou" (Institut für int. Studenten) durchfragen. Naja am Ende habe ich es irgendwie geschafft, jetzt wohne ich direkt auf dem Campus und habe einen Mitbewohner aus Vietnam, sein chinesischer Name ist De Yong. (Und jetzt ratet mal, ob er wirklich englisch spricht!?) Gut das auch meine englischen Fähigkeiten sehr begrenzt sind, so dass wir uns bestens verstehen.(erstaunlich was man in 8 Jahren Schulenglisch an wichtigen Vokabeln im Alltag nicht lernt) De Yong ist echt ein super Kerl, ich denke in einem Monat werden wir uns die meiste Zeit auf chinesisch unterhalten. Seine chinesisch Kenntnisse sind schon wirklich gut. Das wird bestimmt ein riesen Spaß...
Nachdem ich ausgepackt hatte, stand der Tag eigentlich erst noch bevor, denn es war erst Vormittag. Mein Mitbewohner, der bereits einige Tage vorher eintraf und daher die Gegebenheiten kannte, führte mich herum. Ich lernte auch gleich seine ganzen Freunde kennen. Ich glaube, dass die Asiaten insbesondere die Chinesen, Vietnamesen und Thais die zuvorkommensten und gastfreundlichsten Völker der Erde sind. Natürlich sind die Japaner und die Südkoreaner auch sehr sehr nett. Das ist hier übrigens der absolute Großteil aller Studenten. Das beste am ersten Tag war das Abendessen, ein Freund von De Yong kochte vietnamesisch. Das lief so ab, dass mindestens 10 Leute in diesem kleinen Studentenzimmer waren und alle mehr oder weniger um einen Tisch platziert. Auf dem Tisch stand alles serviert, man sollte sich nehmen nach Belieben. Lustig, dass jeder mit Stäbchen umgehen konnte nur ich nicht und so dauerte es annähernd eine Stunde bevor ich - wenigstens halbwegs satt - aufgab. Trotzdem war es wohl der beste erste Tag, den man sich wünschen kann...
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